Rosh Hashanah 53

Kapitel 53

א ופיו מצופה זהב: והתניא ציפהו זהב במקום הנחת פיו פסול שלא במקום הנחת פיו כשר אמר אביי כי תנן נמי מתניתין שלא במקום הנחת פה תנן:
1 D<small>AS</small> M<small>UNDSTÜCK MIT</small> G<small>OLD ÜBERZOGEN</small>. Es wird ja aber gelehrt, es sei, wenn man die Stelle, die an den Mund gelegt wird, mit Gold überzieht, unbrauchbar, und wenn die Stelle, die nicht an den Mund gelegt wird, brauchbar!? Abajje erwiderte: Unsere Mišna spricht von der Stelle, die nicht an den Mund gelegt wird.
ב ושתי חצוצרות מן הצדדים: ותרי קלי מי משתמעי והתניא זכור ושמור בדיבור אחד נאמרו מה שאין הפה יכולה לדבר ואין האוזן יכולה לשמוע לכך מאריך בשופר
2 U<small>ND HAT ZWEI</small> T<small>ROMPETEN</small>[<small>BLÄSER</small>] <small>AN BEIDEN</small> S<small>EITEN</small>. Können denn zwei Stimmen zusammen vernommen werden, es wird ja gelehrt: <i>Gedenke</i> und <i>beachte</i>wurden zusammen ausgesprochen, was sonst der Mund nicht aussprechen und das Ohr nicht vernehmen kann. – Deshalb auch mit dem Blashorn gedehnt. –
ג למימרא דכי שמע סוף תקיעה בלא תחילת תקיעה יצא וממילא תחילת תקיעה בלא סוף תקיעה יצא
3 Demnach genügt man seiner Pflicht, wenn man den Schluß des Blasens und nicht den Anfang gehört hat, und somit auch, wenn den Anfang des Blasens und nicht den Schluß.
ד ת"ש תקע בראשונה ומשך בשניה כשתים אין בידו אלא אחת אמאי תיסלק ליה בתרתי פסוקי תקיעתא מהדדי לא פסקינן
4 Komm und höre: Hat man den ersten Ton geblasen und den zweiten so lang gedehnt wie zwei, so gilt er als nur einer. Weshalb denn, er sollte doch als zwei gelten!? – Die Töne werden nicht geteilt. –
ה ת"ש התוקע לתוך הבור או לתוך הדות או לתוך הפיטס אם קול שופר שמע יצא ואם קול הברה שמע לא יצא אמאי ליפוק בתחילת תקיעה מקמי דליערבב קלא
5 Komm und höre: Wenn jemand in einer Grube, in einer Zisterne oder in einer Tonne bläst, so hat man, falls man den Schall des Blashorns gehört hat, seiner Pflicht genügt, und wenn nur den Schall eines Geräusches, seiner Pflicht nicht genügt. Weshalb denn, man sollte doch mit dem Beginn des Blasens, bevor noch der Ton verhallte, seiner Pflicht genügen!? –
ו אלא תרתי קלי מחד גברא לא משתמעי מתרי גברי משתמעי
6 Vielmehr, zwei Töne von einer Person sind nicht vernehmbar, von zwei Personen sind sie vernehmbar. –
ז ומתרי גברי מי משתמעי והא תניא בתורה אחד קורא ואחד מתרגם ובלבד שלא (יהו שנים קורין) ושנים מתרגמין
7 Sind sie denn von zwei Personen vernehmbar, es wird ja gelehrt: Aus der Tora lese einer vor und einer übersetze [hinterher], nur dürfen nicht zwei lesen und zwei übersetzen!? –
ח הא לא דמיא אלא לסיפא בהלל ובמגילה אפילו עשרה קורין אלמא כיון דחביב יהיב דעתיה הכא נמי כיון דחביב יהיב דעתיה ושמע
8 [Unser Fall] gleicht eher dem Schlußsatze: das Loblied und die Esterrolle aber dürfen sogar zehn Personen vorlesen. Demnach achtet man mehr, weil man interessiert ist, ebenso achtet man auch hierbei und hört genau, weil man interessiert ist. –
ט אלא למה מאריך בשופר לידע שמצות היום בשופר:
9 Weshalb wird demnach beim Blashorn gedehnt!? – Weil das Blashorn Gebot des Tages ist.
י ובתעניות בשל זכרים כפופין ופיו מצופה כסף: מאי שנא התם דזהב ומ"ש הכא דכסף איבעית אימא כל כינופיא דכסף הוא דכתיב (במדבר י, ב) עשה לך שתי חצוצרות כסף ואיבעית אימא התורה חסה על ממונן של ישראל
10 D<small>IE DER</small> F<small>ESTTAGE WAREN VON EINEM</small> W<small>IDDER UND GEBOGEN, DAS</small> M<small>UNDSTÜCK MIT</small> S<small>ILBER ÜBERZOGEN</small>. Weshalb jenes mit Gold und dieses mit Silber? – Wenn du willst, sage ich: bei einer Volksversammlung ist Silber zu verwenden, denn es <i>heißt</i>: <i>fertige dir zwei silberne Trompeten an</i>. Wenn du aber willst, sage ich: die Tora schonte das Geld Jisraéls. –
יא התם נמי נעביד דכסף אפילו הכי כבוד יו"ט עדיף
11 Demnach sollte auch bei jener Silber verwendet werden!? – Immerhin ist die Ehrung des Festtages bedeutender.
יב רב פפא בר שמואל סבר למיעבד עובדא כמתניתין אמר ליה רבא לא אמרו אלא במקדש תניא נמי הכי במה דברים אמורים במקדש אבל בגבולין מקום שיש חצוצרות אין שופר מקום שיש שופר אין חצוצרות
12 R. Papa b. Šemuél wollte nach unserer Mišna entscheiden, da sprach Raba zu ihm: Sie sagten es nur vom Tempel. Ebenso wird gelehrt: Diese Worte gelten nur vom Tempel, in der Provinz aber ist, wenn Trompeten vorhanden sind, kein Blashorn nötig, und wenn ein Blashorn vorhanden ist, keine Trompeten nötig.
יג וכן הנהיג רבי חלפתא בציפורי ורבי חנניא בן תרדיון בסיכני וכשבא דבר אצל חכמים אמרו לא היו נוהגין כן אלא בשערי מזרח ובהר הבית בלבד
13 So führte es R. Ḥalaphta in Sepphoris ein und ebenso R. Ḥananja b. Teradjon in Sikhni, und als die Weisen davon hörten, sprachen sie: So war es Brauch nur am Osttore, am Tempelberge.
יד אמר רבא ואיתימא רבי יהושע בן לוי מאי קראה דכתיב (תהלים צח, ו) בחצוצרות וקול שופר הריעו לפני המלך ה' לפני המלך ה' הוא דבעינן חצוצרות וקול שופר אבל בעלמא לא:
14 Raba, nach anderen R. Jehošuá b. Levi, sagte: Hierauf deutet folgender Schriftvers: <i>mit Trompeten und Blashornschall jauchzet vor dem Könige, dem Herrn</i>; vor dem Könige, dem Herrn, sind Trompeten und Blashornschall erforderlich, anderwärts aber nicht.
טו שוה היובל לר"ה לתקיעה ולברכות כו': א"ר שמואל בר יצחק כמאן מצלינן האידנא זה היום תחלת מעשיך זכרון ליום ראשון כמאן כרבי אליעזר דאמר בתשרי נברא העולם
15 D<small>ER</small> J<small>OBELT AG GLEICHT HINSICHTLICH DES</small> B<small>LASENS UND DER</small> S<small>EGENSSPRÜCHE DEM</small> N<small>EUJAHRSFESTE &amp;C</small>. R. Šemuél b. Jiçḥaq sagte: Nach wem richten wir uns jetzt, wenn wir [am Neujahrsfeste] im Gebete sagen: ‘Dieser Tag ist der Beginn deiner Werke, eine Erinnerung an den ersten Tag’? Nach R. Elie͑zer, welcher sagt, die Welt sei im Tišri erschaffen worden.
טז מתיב רב עינא שוה יובל לר"ה לתקיעה ולברכות והא איכא זה היום תחלת מעשיך זכרון ליום ראשון דבר"ה איתא וביובל ליתא כי קתני אשארא
16 R. E͑na wandte ein: Der Jobeltag gleicht hinsichtlich des Blasens und der Segenssprüche dem Neujahrsfeste. Am Neujahrsfeste [sagt man ja]: ‘Dieser Tag ist der Beginn deiner Werke, eine Erinnerung an den ersten Tag’, am Jobeltage aber nicht!? – Dies bezieht sich auf die übrigen [Segenssprüche].
יז רב שישא בריה דרב אידי מתני הכי א"ר שמואל בר יצחק הא דתנן שוה היובל לר"ה לתקיעה ולברכות כמאן דלא כרבי אליעזר דאי רבי אליעזר כיון דאמר בתשרי נברא העולם הא איכא זה היום תחלת מעשיך זכרון ליום ראשון דבר"ה איתא וביובל ליתא כי קתני אשארא:
17 R. Šiša, Sohn des R. Idi, lehrte es wie folgt: R. Šemuél b. Jiçḥaq sagte: Das, was wir gelernt haben, der Jobeltag gleiche dem Neujahrsfeste hinsichtlich des Blasens und der Segenssprüche, gilt nicht nach R. Elie͑zer, denn nach R. Elie͑zer, welcher sagt, die Welt sei im Tišri erschaffen worden, [sagt man ja] am Neujahrsfeste: ‘Dieser Tag ist der Beginn deiner Werke, eine Erinnerung an den ersten Tag’, am Jobeltage aber nicht. – Dies bezieht sich auf die übrigen [Segenssprüche].
יח <big><strong>מתני׳</strong></big> שופר שנסדק ודבקו פסול דיבק שברי שופרות פסול
18 <b>W</b><small>ENN EIN</small> B<small>LASHORN GEPLATZT IST UND MAN ES ZUSAMMENGEFÜGT HAT</small>.